Armin Briatta Fotografie und Webdesign Darmstadt

Über Köln, Frankfurt und Liverpool

Foto: Shantel, Ata Macias und Sven Väth

Wie kann man einen Sechzehnjährigen beeindrucken? Indem man Städte aufzählt, die für ihre Fußballclubs bekannt sind? Sicher nicht 🙂 Aber der Reihe nach:

Köln

Ute Krafft lebt und arbeitet als Künstlerin in Köln. »Von Händen und Menschen« – so lautet ihr aktuelles Projekt:

Hände gestalten. Gleichzeitig werden sie geformt durch das, was sie anfassen oder bearbeiten. Sie erzählen viel über den Menschen, dem sie gehören – gleichzeitig werden sie oft unterschätzt. Nicht von Ute: Von den Händen sehr unterschiedlicher Menschen fertigt sie Skulpturen aus Gips, während des Abformens wird ein Foto gemacht. Das Resultat: Am Ende treffen die dreidimensionale Skulptur und das zweidimensionale Foto des Augenblicks aufeinander.

Frankfurt

Foto: Shantels abgeformte Hände

Shantels Hände

Am letzten Tag im April 2021 fuhr Ute nach Frankfurt, um die Hände zweier bekannter Musiker und DJs abzuformen. Per S-Bahn kam ich mit der Kamera dazu. Und am nächsten Tag staunte Noa (16), wer da auf den Fotos zu sehen war, die ich am PC sortierte.

Ehrlich gesagt: Vor dem Termin hatte ich keine Ahnung, wessen Hände da in Gips verewigt wurden:

Da war zum einen Stefan Hantel alias Shantel – international bekannt als DJ, Produzent, Komponist und Musiker. Auf wunderbare Art gelingt es ihm, ost-und südosteuropäische Musik mit modernen Rhythmen zu verbinden – live gespielt zum Beispiel mit dem Bucovina Club Orkestar. Mit Disko Partizani landete er einen Hit, der Menschen aller Altersgruppen anspricht. Eben auch Teenager.

Foto: Ata Macias’ abgeformte Hände

Ata Macias’ Hände

Das zweite Paar Hände gehört Ata Macias, Frankfurter DJ, Musiker, Restaurant- und Clubbetreiber, vielen bekannt als Gründer des legendären Clubs Robert Johnson in Offenbach. Für die Aktion öffnete er uns seine Räume im Frankfurter Bahnhofsviertel.

Liverpool

Wie schaffen wir nun den Sprung nach Liverpool? Direkt erst mal gar nicht. Über einen kleinen Haken schon: Nachdem die Hände Shantels und Atas abgeformt und die Fotos geschossen waren, kam Techno-Ikone Sven Väth als Überraschungsgast in die Elbestraße.

Und nach kurzem Wiedersehen mit alten Bekannten zog er weiter nach Liverpool: zum Club Circus, wo er und andere am Abend vor mehreren tausend Menschen auflegen durften – eine Art Pilot-Event im Rahmen der britischen Corona-Exit-Strategie.

Tja, nix mit Fußball. Auch wenn der 1. FC Köln ein paar Wochen später seinen Platz in der ersten Bundesliga verteidigte. Aber da kann Ute nun mal nichts für 🙂

 

Foto: Shantel, Ata Macias, Ute Krafft und Sven Väth

Stefan Hantel, Ata Macias, Ute Krafft und Sven Väth in Frankfurt

Nachtrag

Für alle, die es wissen wollen: Sämtliche Künstler in Frankfurt hatten vor dem Treffen brav je einen Corona-Schnelltest gemacht. Ergebnis: fünfmal negativ.

Und die Konsequenzen der Clubnacht in Liverpool? »Covid: No detectable spread of virus after Liverpool pilot events« titelt BBC News am 26. Mai 2021 auf ihrer Website. Na, wer sagt’s denn.

Schreiben Sie einen Kommentar